| Einführung:
In der Naturheilkunde oder - vielleicht besser - in
der bio-logischen Medizin hat man in den letzten Jahren verstärkt nach
Möglichkeiten gesucht, die Reaktionsweise des Körpers auf verschiedene
Substanzen, Emotionen, ja generell alle möglichen Stressfaktoren zu
untersuchen.
Zu diesen Methoden gehören: Kirlianfotographie,
Decoder-Dermographie, Regulationsthermographie, Elektroakupunktur nach Voll
(EAV) und die verwandten Methoden BFD und VEGA und anderes mehr.
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| Wenn die Muskulatur in
Balance ist, befindet sich auch die Struktur in Balance |
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| Bei Dysbalance der Muskulatur kann
die Struktur nicht im Gleichgewicht gehalten werden |
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Neben diesen Verfahren, die alle mit Maschinen zu
tun haben, gibt es aber auch Methoden, die mit sehr einfachen Mitteln,
teilweise nur mit den Händen durchführbar sind. Die ältesten dieser Methoden
sind das Pendeln und das Rutengehen. In den letzten Jahrzehnten wurden zwei
weitere faszinierende Methoden dazu entdeckt, nämlich die sogenannte
RAC-Testung nach Dr. Nogiér (in Verbindung mit der Ohrakupunktur) sowie die
Applied Kinesiology (AK), die mit Hilfe standardisierter Tests für einzelne
Muskeln des Körpers bzw. besser durch die Diagnose der Stärkeänderung dieser
Muskeln messen kann, wie die Reaktion des Körpers auf Reize, Substanzen
und auch Emotionen jeglicher Art ist.
Wichtig ist, dass man die AK nicht im strengen
Gegensatz zu den eingeführten und bewährten schulmedizinischen
Diagnoseverfahren wie z.B. Elektrokardiographie (EKG),
Elektroenzephalographie (EEG), Labortest usw. sieht, sondern als dringend
notwendige Ergänzung. Nachfolgend sollen die Grundzüge der Applied
Kinesiology (AK) dargelegt werden.
Vor ca. 30 Jahren fand der amerikanische
Chiropraktiker George Goodheart D.C. durch Zufall bei einem Patienten
heraus, dass sich die Stärke eines Muskels sofort verändert, wenn
therapeutisch relevante Punkte am Körper des Patienten behandelt oder auch
nur berührt werden. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass sich der Tonus
(Anspannungszustand) von Muskeln bei einer Vielzahl von Testexpositionen
ändern kann, und zwar sowohl von schwach nach stark als auch von stark nach
schwach.
In den letzten Jahren wurde zusätzlich eine weitere
Reaktionsmöglichkeit beschrieben, nämlich die übermäßige Stärkezunahme im
Sinn eines Hypertonus - einer "Verkrampfung" - der Muskulatur. Wie
weiter unten noch ausgeführt wird, handelt es sich hierbei um die extreme
Stressreaktion der Muskulatur als Zeichen einer maximalen Anspannung.
Prinzipiell fand Goodheart heraus, dass man mit dem
Muskeltest eine funktionelle diagnostische Aussage darüber machen kann, wie
der Körper des Patienten sowohl auf möglicherweise positive Dinge
(Heilmittel, Medikamente, manuelle Behandlung, Akupunktur), aber auch
negative Belastungen (Allergene, unverträgliche und toxische Substanzen,
negative Emotionen, Fehlhaltung, Kiefergelenksstörungen u.a.m.) reagiert.
Bei Goodhearts erstem Patienten handelte es sich um
einen 24jährigen Mann, der lediglich ein gesundheitliches Problem zu haben
schien: Das rechte Schulterblatt stand weit vom Körper ab und er hatte
Schwierigkeiten, den rechten Arm zu heben und zu stabilisieren. Alle
üblichen orthopädischen Tests brachten keinerlei Ergebnis. Als Goodheart den
Muskel (M.serratus anterior) mit den Händen untersuchte, fand er an den
Ursprungsstellen des Muskels am rechten Brustkorb kleine, minimal
schmerzhafte Knötchen.
Die einzige ihm damals bekannte muskuläre Behandlungsmöglichkeit war die
Massage dieser Punkte, und interessanterweise verschwanden die kleinen
Knötchen jeweils sofort nach der Massage, einer nach dem anderen.
Nach der Therapie stand das Schulterblatt nicht
mehr vom Körper ab und der Patient konnte den Arm problemlos und stabil
heben!
Was war geschehen?
Goodheart war offensichtlich einem neuen Prinzip
durch Zufall auf die Spur gekommen: Diese sofortige Änderung des Muskeltonus
war bis dahin in der Literatur nicht beschrieben worden. Goodheart
untersuchte in den nächsten Jahren die meisten seiner Patienten zusätzlich
zu den normalen Verfahren auch mit der Testung verschiedener Muskeln und
nannte in Zukunft die Methode "Applied Kinesiology (AK)" Er fand im Lauf der
Jahre heraus, dass die allermeisten Muskeln bestimmten Organen,
Akupunkturmeridianen, Vitaminen, Mineralstoffen usw. zugeordnet werden
können.
Die von Goodheart und anderen Mitgliedern des ICAK (International College of
Applied Kinesiology) gefundenen Zusammenhänge zeigt die Tabelle auf Seite 3.
Die AK ist besonders geeignet zur Diagnose aller
Beschwerden, die im weitesten Sinne mit dem Bewegungsapparat zu tun haben,
da sie ja aus der Chiropraktik kommt.
Andererseits bietet AK auch eine einfache Möglichkeit zur Diagnostik von
Allergien, Unverträglichkeiten, toxischen Belastungen, Medikamenten, Organ-
und Meridianstörungen, Fehlfunktionen im Mund-/ Kiefergelenksbereich sowie
psychischen Störungen.
Wie keine andere Methode ist die AK geeignet, funktionelle Zusammenhänge
zwischen allen diesen körperlichen und geistigen Bereichen sicht- und
spürbar für Patient und Therapeut darzustellen, nämlich über die Testung der
Muskulatur.
Goodheart
empfiehlt für die ganzheitliche Betrachtung jedes gesundheitlichen Problems
die Sichtweise des ("Dreiecks der Gesundheit" ("Triad of Health") und
beschrieb ursprünglich 5 Systeme, die mit diesen Störungen zu tun haben
können:
1. Das Nervensystem
2. Das lymphatische System
3. Das vaskuläre System
4. Das craniosacrale System als Regulator und Produktionsstätte des Liquors
5. Das Meridiansystem (Akupunkturmeridiane)
Aus heutiger Sicht kommen natürlich noch dazu:
6. Das "System der Grundregulation", d.h. das von
Prof. Pischinger und seinen Mitarbeitern in Wien in den letzten 40 Jahren
beschriebene System aus Bindegewebestrukturen und Zellen, der
Gewebsflüssigkeit und bestimmten Zellen des Lymphsystems, das
entwicklungsgeschichtlich älter und grundlegender ist als das Nervensystem.
Tatsächlich nimmt man an, dass vor allem das "System der Grundregulation" der
Angriffspunkt der meisten Naturheilverfahren ist!
7. Psychisch-geistige Zusammenhänge
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Wichtige Grundprinzipien der AK
1. Der richtige AK-Muskeltest
Das
allerwichtigste in der AK ist natürlich ein guter Muskeltest. Goodheart
selbst beschreibt die Testung des M. deltoideus (siehe Abb.) wie folgt:
"Ich bitte den Patienten, den Arm in eine
Position von 90° Abduktion ( = vom Körper weg seitlich hochheben) mit 90°
Beugung im Ellenbogen zu bringen. Dann erkläre ich dem Patienten in
möglichst einfachen Worten den Testvorgang, der daraus besteht, dass der
Patient gegen meinen Druck
- so fest er kann - noch weiter in Richtung Abduktion drückt. Mein Druck
gegen den Ellenbogen des Patienten erfolgt mit einem breiten, weichen
Kontakt, bei dem jeder Schmerz vermieden wird.
Der gesamte Muskeltest ist isometrisch
( = ohne Veränderung der Muskellänge); ich fühle, wie der Patient seine
maximale Kraft entwickelt und drücke mit genau gleicher Kraft dagegen. Hat
der Patient seine Maximalkraft erreicht, dann erhöhe ich meinen Druck fast
unmerklich nochmals um ca. 2-4% für eine Zeitdauer von maximal 1,5-2,5
Sekunden.
Wir nennen den Muskel stark, wenn der Patient dem kleinen Extradruck
widerstehen kann; als ›Schwäche‹ definieren wir, wenn der Patient diesem
Extradruck nicht standhalten kann. Wichtig ist also, dass der Patient als
erstes zu drücken beginnt und dass man nicht die absolute Muskelstärke in
Kilopond testet, sondern die Fähigkeit des Patienten, eine maximale
isometrische Kontraktion gegen meinen ansteigenden Testdruck auszuführen.
Im Regelfall sollte die eigentliche Testung des Muskels nicht länger als ca.
2 bis maximal 3Sekunden dauern."
| Grafische Darstellung eines AK-Tests |
 |
| Pmax
|
= subjektives Kraftmaximum des
Patienten |
|
= Druck des Patienten |
| ------ |
= Druck des Untersuchers |
p |
= 2-3-4% zusätzlicher Druck des
Untersuchers, langsam ansteigend |
| a) |
= der Muskel des Patienten bleibt
stark, d.h. er kann den kleinen Extradruck des Untersuchers,
p
richtig beantworten ("locking in") |
| b) |
= plötzliches "Zusammenbrechen"
des Muskels, d.h.
p
kann nicht richtig beantwortet werden. |
| - Das Erkennen von Pmax und die gefühlvolle Testdurchführung ist
die Kunst des Untersuchers |
| - Die Reaktion des
Patienten a) oder b) ist der entscheidende Schritt des
AK-Muskeltests! |
|
Versucht man diese Beschreibung des Muskeltests
grafisch zu erfassen, so ergibt sich das nebenstehende Schaubild.
Entscheidend ist, dass der Patient mit maximaler
Stärke gegen den Widerstand des Untersuchers drückt und der Untersucher in
der Lage ist, langsam und fast kaum merklich noch einen geringgradig (2-4%)
höheren Druck auszuüben.
Keinesfalls sollte der Patient das Gefühl haben, vom Untersucher
"übertölpelt" zu werden!
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2. Drei mögliche Ergebnisse des
Muskeltests
Bei einem ordnungsgemäß ausgeführten Muskeltest
ergeben sich drei mögliche Testergebnisse.
A. Schwacher Muskel
Der Patient kann den Testmuskel nicht ausreichend stark anspannen
(kontrahieren).
B. Normotoner Muskel:
Der Muskel kann dem ansteigenden Testdruck des Untersuchers ausreichend
Widerstand leisten, reagiert aber auf normalerweise schwächende (sedierende)
Maßnahmen mit einer vorübergehenden Schwächung (s. u.)
C. Hypertoner Muskel:
Der Muskel des Patienten ist stark wie unter B., reagiert aber auf
normalerweise schwächende bzw. sedierende Maßnahmen nicht, bleibt also mit
anderen Worten immer stark (und eben damit zu stark).
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3. Das Stresskonzept nach Selye
Wer wirklich ernsthaft mit AK arbeitet, hat damit
ein ideales Untersuchungsinstrument, um mit dem Patienten alle wesentlichen
negativen Faktoren (Distress) herauszufinden und, wo möglich, zu beseitigen
und damit dem Patienten möglichst viel Eustress zu ermöglichen.
Um den AK-Untersuchungsgang zu verstehen, ist ein gewisses Grundwissen über
das Stresskonzept von Selye notwendig. Selye, in Ungarn geboren und dann
nach Kanada ausgewandert, definierte als Ergebnis jahrzehntelanger Versuche
Stress wie folgt:
"Stress ist die Summe aller Adaptationsvorgänge und Reaktionen
körperlicher wie psychischer Art, mit denen ein Lebewesen auf seine Umwelt
und die von innen und außen kommenden Anforderungen reagiert."
Diese Definition muss man sehr genau lesen. Sie
bedeutet nämlich auch:
- Kein Leben ohne Stress
- Ohne Stress kein Leben
Obwohl Selye dies von Anfang an immer sehr genau gesagt hatte, wurde er doch
- zum Teil auch heute noch - missverstanden. Er prägte deshalb zwei weitere
Begriffe:
Eustress und Distress
Sie bezeichnen im Prinzip die beiden Polaritäten, die, wie überall im Leben,
auch im Wort Stress enthalten sind; nämlich Eustress als das, was wir
wirklich gerne machen, was uns gut tut, und im Gegensatz Distress als das,
was wir nicht gerne tun, was schlecht für uns ist, was wir gezwungenermaßen
tun usw.
Vereinfacht gesagt sollte unser Ziel sein, möglichst
viel Eustress und möglichst wenig Distress zu haben. Selye selbst gab unter
anderem folgende Tipps:
- Lerne zwischen deinem eigenen Eustress und
Distress zu unterscheiden.
- Analysiere deine Probleme genau.
- Überanstrenge und verkrampfe dich nicht, sondern
lerne dein eigenes Ruhebedürfnis kennen und folge ihm.
- Herdsanierung: Auch Selye wies bereits darauf
hin, dass Herde einen ständigen Distress für den Körper bedeuten, auch wenn
keine Symptome bestehen.
- Vermeide einseitige Belastungen. Der Körper will
gerne Stress auf einem Gebiet (Bsp. körperlich harte Arbeit) durch Stress
auf anderem Gebiet (Bsp. Lesen, Musizieren) ausgleichen.
- Bei zuviel Gesamtstress muss man Ruhen!
Selye fand im Verlauf jahrzehntelanger Versuche mit
Labortieren heraus, dass es, egal mit welcher Methode, möglich war, letztlich
alle Tiere zu Tode zu stressen und dass dabei immer die gleichen Organe in
gleicher Weise verändert waren:
- Magen: Entzündungen, Geschwüre, Durchbrüche
- Thymus: atrophiert (= verkleinert und in
der Funktion eingeschränkt)
- Nebennieren: verfettet und in der Funktion
eingeschränkt.
Andere Organe waren je nach Belastung ebenfalls
verändert, doch die drei oben genannten fanden sich immer!
Wird ein lebender Organismus einem Stress ausgesetzt, kommt es zuerst zu
einer Alarmreaktion (A. R.): Für eine kurze Zeitphase fällt die
Leistungsphase ab,
um dann schnell als Reaktion steil anzusteigen.
Besteht der Stress für längere Zeit oder wird er häufig wiederholt, kommt es
zum Stadium der Resistenz (S.R.) als Zustand einer maximalen Adaption.
Dies ist eine sinnvolle Reaktion, da der Organismus so sehr leistungsfähig
ist und auch über längere Zeit bleiben kann.
Wirkt der Stress aber zu lange ein, so kommt es zum Stadium der Erschöpfung
(S. E.), aus dem eine Rückführung ins Stadium der Resistenz nur schwer
möglich ist; auf jeden Fall bedarf es einer längeren Ruhephase und möglichst
umfassender therapeutischer Anstrengungen samt einer Änderung der
Lebensführung des Patienten.
Stress-assoziierte
Probleme
- rezidivierende Infekte
- Allergien und Heuschnupfen
- Magen- und sonstige Verdauungssymptome
- Schlafstörungen, Gereiztheit, ständige Unlust und
sonstige nicht üblichen psychischen Symptome
- Konzentrationsschwäche, Gedankenflucht
- ständige Müdigkeit, depressive Verstimmung
- Zittern, nervöse Ticks, Stottern
- nächtliches Knirschen der Zähne mit den Folgen:
erhöhte Empfindlichkeit bzw. Schmerzen gegen süß/sauer, heiß/kalt, evtl.
Kiefergelenksprobleme
- häufiger Harndrang
- Migräne, prämenstruelles Syndrom
- Nacken- und Kreuzschmerz ( "Mir sitzt die Angst
im Nacken")
- zu wenig oder zu viel Appetit
- verstärkter Bedarf an Nikotin, Alkohol, Kaffee,
sonstigen Drogen
- ständige kleinere Verletzungen oder auch
chronische "Wehwehchen", die trotz guter Therapie nicht auszuheilen sind.
Die drei möglichen Muskelreaktionen schwach -
normoton - hyperton kann man mit Selye's Konzept erklären:
Normotonus: Der Normotonus entspricht einer relativ
zufrieden stellenden Reaktionslage, denn offensichtlich kann der Körper
sowohl potentiell negative als auch positive Reize erkennen und über den
Muskeltest entsprechend beantworten.
In diese Kategorie gehören auch isolierte Muskelschwächen, die aus
verschiedensten Gründen auftreten können, und die sich ja meist durch eine
ganze Reihe von therapeutischen Maßnahmen beheben lassen.
Hypertonus: Hierbei - vor allem, wenn
praktisch alle Muskeln hyperton sind - handelt es sich um eine übergroße
Anspannung des gesamten Organismus und damit auch der Muskulatur, die in den
meisten Fällen durch einen langen, andauernden und großen Stress, egal
welcher Herkunft bedingt ist. Hier wäre nach Selye primär wichtig, dass der
Patient sich ausruht; für die naturheilkundliche Therapie bedeutet es auch
noch alle sinnvollen Hilfsmaßnahmen zu ergreifen, um den Patienten von
möglichst vielen Seiten her zu entlasten. Man muss also den Körper entgiften,
den Darm sanieren, die Allergene vermeiden, Herde (wie z. B. tote Zähne,
vereiterte Mandeln) sanieren, für bessere Bewegung an frischer Luft sorgen
und vieles andere mehr. Gleichzeitig sollten auch die wichtigsten
psychischen Belastungsfaktoren angegangen werden und möglichst alle
fehlenden Substanzen aus der Orthomolekularen Medizin (Vitamine, Mineralien,
Spurenelemente, Enzyme u.s.w.) möglichst schnell und wirkungsvoll ersetzt
werden.
Generelle Schwäche: Die nächste Stufe ist
dann das Erschöpfungsstadium nach Selye; in der AK-Testung entspricht das
dem Patienten, bei dem alle oder fast alle Muskeln schwach sind, und bei dem
es häufig sehr schwer ist, überhaupt einen einzigen Muskel reflexmäßig zu
stärken. Die bereits unter Hypertonus genannten Maßnahmen sind hier
ebenfalls von entscheidender Bedeutung, müssen aber häufig noch vorsichtiger
und gleichzeitig intensiver angewandt werden. Wichtig ist auch, dem
Patienten positive Energie, Ruhe, Wärme und auch geistig-emotionale Hilfe zu
geben.
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4. Die beiden wichtigsten
Diagnosemethoden der AK: TL und Challenge
Während in der frühen Geschichte der Applied
Kinesiology das "Trial and Error " Prinzip ("Versuch und Irrtum") notwendig
war, um die notwendige therapeutische Methode zu finden, fand Dr.Goodheart
bald zwei Methoden zur Verbesserung der AK-Diagnose:
Therapielokalisation und Challenge
Therapielokalisation (TL)
Obwohl das Phänomen der TL noch nicht vollständig
erklärt ist, weiß man, wie es in der AK-Untersuchung funktioniert:
Wenn ein Patient eine Körperregion berührt und eine Änderung der
Muskelstärke auftritt, bezeichnen wir dies als positive TL.
Therapielokalisation sagt uns, wo eine Störung liegt, aber nicht, welcher
Art diese Störung ist.
Beispiele:
•Positive TL einer Wirbelsäulenregion indiziert weitere Untersuchung durch
Palpation und funktionelle Analyse. Wenn eine Subluxation (Blockierung) oder
Fixation gefunden und kunstgerecht korrigiert wird, dann sollte die positive
TL verschwinden.
•Positive TL an einer Operationsnarbe zeigt eine
Störung in diesem Bereich an. Diese kann einerseits von der Narbe selbst
ausgehen oder von irgendeiner der darunterliegenden Strukturen und Organe.
In diesem Fall sollte man damit beginnen, die Narbe mit einer oder mehreren
Behandlungsmethoden wie Laser, Neuraltherapie, Eis, Massage, etc. zu
behandeln, und dann erneut testen. Sollte die positive TL persistieren, dann
muss eine gründlichere Untersuchung der Organe erfolgen.
Challenge
Wenn der Patient einem Testreiz ausgesetzt wird und
die Muskelstärke sich ändert, dann spricht man von einem positiven Challenge.
Wie bei der TL kann die Stärkeänderung von stark nach schwach und von
schwach nach stark erfolgen.
Es gibt fünf mögliche Reaktionen auf einen Challenge:
Challenge
a) kann einen normotonen oder hypertonen Muskel schwächen
b) kann einen schwachen Muskel stärken
c) kann die Stärke eines starken oder schwachen Muskels nicht ändern
d) ein schwacher oder normotoner Muskel wird hyperton
e) ein hypertoner Muskel wird normoton
Fall a):
Der Körper erkennt den Challenge als einen Stress, der groß und spezifisch
genug ist, um mit einer neuromuskulären Inhibition (="Abschaltung des
Muskels") zu reagieren.
Fall b):
Der Körper erkennt den Challenge als spezifisch genug, eine bestehende
neuromuskuläre Inhibition zu korrigieren, was zur Muskelstärkung führt.
Fall c):
Der Challenge mag potentiell bedeutsam sein, aber der Körper reagiert zu
diesem Zeitpunkt nicht auf den Reiz.
Fall d):
Der Challenge stellt für den Körper offenbar einen sehr großen Stress dar,
auf den er mit einer maximalen Reaktion, dem Hypertonus, als Alarmzeichen
reagiert.
Fall e):
Der Challenge - meist Heilmittel - ist energetisch optimal und offenbar für
den Patienten wichtig, denn er ist in der Lage, ihn aus der Überanspannung
der Alarmreaktion herauszuführen.
Tatsächlich ist der Challenge zur Grundlage jeder
gründlichen AK-Untersuchung geworden.
Beispiel A
- An der Wirbelsäule, Schädel, Becken und allen anderen Gewebestrukturen
liefert der Challenge den exakten Korrekturvektor (=Richtung für die
manuelle Behandlung) und, wenn nötig, die Atemphase, die eine weiche,
mobilisierende Technik unterstützt.
Beispiel B
- Oraler oder nasaler Challenge deckt Nahrungsmittelintoleranzen, für den
Körper unverträgliche und toxische Substanzen, Allergien, etc. auf, wenn ein
vorher normotoner Muskel auf Inhalation oder Ingestion der Substanz schwach
oder hyperton wird [Fälle a) und d)].
Beispiel C
- Wenn ein Muskel auf eine orthomolekulare Substanz normoton wird, kann man
annehmen, dass diese Substanz dem Patienten derzeit helfen würde [Fälle b)
und e)]. Das bedeutet nicht unbedingt, dass der Patient einen Mangel an
dieser (Nährstoff)-Substanz hat, sondern sollte zu einer genaueren
Untersuchung hinführen, die Anamnese, körperliche Untersuchung und Labor
zusammenwirkend beinhaltet.
Beispiel D
- Wenn ein schwacher Muskel auf ein homöopathisches Mittel,
phytotherapeutikum oder allopathisches Mittel normoton wird [Fälle b) und
e)], dann würden wir unter Umständen dieses Mittel verschreiben. Auch hier
sollten andere diagnostische Kriterien erfüllt werden und die Heilmittel
sollten entsprechend Arzneimittelbild, Pathophysiologie und Wirkspezifik
verordnet werden.
Beispiel E
- Wenn das Denken an ein Problem oder die Exposition gegenüber einer
psychologisch belastenden Situation den Muskel schwächt oder hyperton macht,
dann spricht man von einem positiven psychologischen Challenge, der weitere
Untersuchung und entsprechende Behandlung erfordern würde.
Sehr frühzeitig in der Entwicklung der AK wurde
deutlich, dass gewisse Muskeln eng mit spezifischen Organen verbunden sind:
Dr. Goodheart bezeichnete diese Muskel/Organ/Meridian-Assoziation als Teil
der "Body Language". Klassischerweise kann eine Organstörung zu
Muskelschwäche führen. Wenn man die Körperregionen und adaptiven Mechanismen
des Körpers betrachtet, kann man drei Arten von Reaktionen unterscheiden:
Bei einer Organstörung testen der oder die mit dem
Organ assoziierten Muskeln entweder
a) schwach
b) normal
c) hyperton
Die Fälle b) und c) sind diejenigen, die
problematisch sein können, wenn der Muskeltest nicht mit dem nötigen Können
durchgeführt wird. Wenn jedoch ein sorgfältiger AK-Test und andere
anerkannte diagnostische Methoden verwendet werden, dann gibt es beinahe
immer eine natürliche Erklärung:
für b):
Der Körper hat sich u. U. voll an die Dysfunktion angepasst und mag nur eine
Schwäche in einem oder mehreren für die Adaptation notwendigen Regelkreisen
zeigen oder überhaupt keine Schwäche
- oder -
Der Körper kann aufgrund von Neurologischer Dysorganisation, Psychological
Reversal (= "Psychologische Umkehrung") o.ä., unfähig sein, Schwäche zu
zeigen.
für c):
Hyperton bedeutet in der AK "nicht schwach werden auf einen physiologisch
schwächenden Reiz ". Ein einfacher Grund kann sein, dass das
Regulationssystem Energie in den gestörten Regelkreislauf zieht.
Genereller Hypertonus entsteht in der Regel auf langanhaltenden starken
Stress jeglicher Art.
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AK-Testung bei Allergien, Unverträglichkeiten und
sonstigen Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie aus dem bisher Gesagten hervorgeht - siehe vorne
auch Beispiel B -, ist die AK natürlich auch dazu geeignet, auf ideal
einfache Art und Weise alle für den Körper negativen bzw. unverträglichen
Substanzen erkennen zu helfen.
Nochmals das Grundprinzip: Wird durch den Kontakt
mit irgendeiner Substanz ein starker Muskel schwach oder eine normotoner
Muskel hyperton, dann werten wir dies als Unverträglichkeitsreaktion des
Körpers eben auf diese Substanz.
Da wir - im Gegensatz zu den meisten
schulmedizinischen Diagnoseverfahren - die zu testenden Substanzen mit der
Schleimhaut des Patienten in Kontakt bringen (Mund oder Nase)
erhalten wir mit der AK-Testung mehr und bessere Hinweise auf gewisse
Allergie- und Unverträglichkeitsphänomene als die herkömmlichen
Allergietestverfahren.
So gelingt es immer wieder, Substanzen als
unverträglich zu finden, die der Patient teilweise seit Jahrzehnten ohne
jegliches subjektives Missempfinden zu sich nimmt. Es ist einleuchtend, dass
sich alleine schon durch Weglassen dieser Substanzen häufig auch chronische
und schwerste Allergiezustände bessern lassen.
Kommt dann noch eine sinnvoll angewandte orthomolekulare Therapie, eine gute
homöopathische Behandlung und/oder weitere notwendige naturheilkundliche
Korrekturmaßnahmen dazu, so lässt sich eine dauerhafte Besserung und
wirkliche Stabilisierung des Gesundheitszustandes erreichen. Häufig können
dann nach einer gewissen Zeit durchaus vorher unverträgliche Substanzen
wieder vertragen werden, insbesondere, wenn darauf geachtet wird, diese
nicht täglich, sondern nur jeden 4. oder 5. Tag zu essen oder zu trinken.
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AK bei der Behandlung von Lernstörungen,
Legasthenie, Hyperaktivität und anderen funktionellen geistigen und
koordinativen Störungen
Mit AK lässt sich bei einer Vielzahl von Störungen,
die auf falscher Koordination bzw. gestörter Verarbeitung von geistigen und
körperlichen Impulsen beruhen, teilweise verblüffend einfach und erfolgreich
Hilfe leisten.
Untersucht wird im Prinzip, welche geistige,
körperliche oder musische Funktion die Muskelstärke im AK-Test ändert und je
nach Ergebnis wird dann mit einer Vielzahl von Maßnahmen wie craniosacraler
Therapie, Reflexpunktbehandlungen, gezielter Übungsbehandlung,
orthomolekularer Therapie (siehe unten), gezielter Stimulation (Farben,
Töne, Frequenzen usw.), Homöopathie und Bach-Blüten versucht, möglichst
kausal die zugrundeliegenden Blockaden und Störungen zu beseitigen.
Die AK und verschiedene von ihr abgeleitete
Verfahren wie "Kinesiologie", "Touch for Health", "Edu-Kinesiologie" usw.,
zeigen so vielversprechende Ergebnisse, dass hier für die Zukunft vielleicht
das breiteste Anwendungsgebiet liegt!
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AK in der Orthomolekularen Medizin
Ein besonders interessantes Anwendungsgebiet in der
AK ist die Testung orthomolekularer Substanzen, d.h. Vitamine,
Spurenelemente, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren usw.
Ein Problem der orthomolekularen Medizin in der
Praxis ist nämlich, dass häufig für die einzelnen Substanzen keine
gesicherten Normwertbereiche existieren, die Messungen häufig zeitaufwendig
und teuer sind, gemäß der Symptomatologie des Patienten eine Vielzahl von
Substanzen potentiell in Frage kommen und durch all diese Faktoren häufig
nicht hundertprozentig sicher ist, was therapeutisch eingesetzt werden soll.
Nun ist es so, dass natürlich auch die AK keine hundertprozentige Sicherheit
bietet. Allerdings bietet sie zusätzlich zu den normalen orthomolekularen
Untersuchungsmethoden einen unschätzbaren Vorteil: Sie ermöglicht es, sofort
die Reaktion des Körpers auf eine in Frage kommende Substanz zu testen!
Weitere wichtige Vorteile der AK im Bereich der
orthomolekularen Medizin sind:
- Identifizierung unverträglicher Medikamentenzubereitungen
Dies ist ein Problembereich bei Patienten mit
Allergien bzw. Unverträglichkeiten, klinisch ökologischen Krankheiten,
Intoxikationssyndromen u.a..
Häufig ist es nämlich so, dass der Patient die vom Arzt gedachte
orthomolekulare Substanz braucht, aber eben nicht in der Zubereitungsform,
in der er sie erhält. Vor allen Dingen bei Tabletten und Dragees darf
nämlich die pharmazeutische Industrie den eigentlichen Wirksubstanzen eine
Vielzahl von Begleitstoffen beimengen, ohne diese für den Patienten genau
ersichtlich angeben zu müssen. Bei guter Testung mit AK könnte in so einem
Fall zum Beispiel folgendes auftreten: Ein schwacher Testmuskel (z.B.
Deltoideus) wird durch eine Vitamin C-Tablette zuerst stark, dann aber,
nachdem die Tablette weitere 25-30 sec. im Mund belassen wird, wieder
schwach - und nicht nur er, sondern auch alle übrigen Muskeln. Dies erklären
wir in der AK so, dass der Körper offenbar zuerst über sein orales
Rezeptorsystem die therapeutisch wichtige Substanz (Vitamin C) erkennt, was
zur Stärkung des schwachen Muskels führt.
Dann aber registriert der Körper auch die übrigen in der Tablette
enthaltenen Substanzen: Beispielsweise könnten dies Lactose,
Magnesiumstearat, Macrogol 6000, Talkum, Calciumcarbonat, Methacrylsäure
Copolymerisat, Typ A, Polyvidon, Dibutylphthalat, gelbes Wachs,
Carnaubawachs, Farbstoffe E110, E124, Geruchsstoffe (Zusatzstoffe eines
bekannten deutschen Enzympräparates) sein.
Welcher verantwortungsbewusste Therapeut wird nun dem
Patienten diese Dragees verschreiben?
- Mitarbeit des Patienten (Compliance)
Im Gegensatz zu allen anderen Diagnoseformen geben
wir in der AK therapeutisch eine Substanz, die für den Patienten sicht- und vor allen Dingen
fühlbar eine Schwäche positiv beeinflusst hat.
Die Patienten werden deshalb die so gefundenen Therapeutika sicher
bereitwilliger und konsequenter einnehmen, als wenn diese nur nach einem
kurzen therapeutischen Gespräch oder Laboruntersuchungen verordnet worden
wären.
Umgekehrt werden unverträgliche Substanzen eher
gemieden, wenn die negative Auswirkung körperlich erfahren wird. Dies ist
v.a. bei Kindern wichtig!
- Aufdeckung von antagonistisch wirksamen
Substanzen und ihre Wirkung auf den Körper. Die meisten in der
orthomolekularen Medizin eingesetzten Substanzen haben teilweise auch
antagonistische Beziehungen zueinander.
Was heißt das?
Viele wissen, dass z. B. Kalzium und Magnesium in gewisser Weise Gegenspieler
sind. Tatsächlich ist es so, dass zwischen allen Mineralstoffen und
Spurenelementen gewisse synergistische (d. h. sich gegenseitig
unterstützende) und auch antagonistische (gegeneinander wirkende)
Beziehungen bestehen. Einige der für den klinischen Alltag häufigsten
antagonistischen Beziehungen seien kurz aufgeführt:
Eisen - Kupfer
Zink - Kupfer u.v.m.
Da jeder Patient individuell zu sehen ist und andererseits ein gewisser
Patient durchaus gleichzeitig an einem Mangel an Kupfer, Eisen und Zink
leiden kann, ergibt sich in der Praxis häufig die Frage, wie, wann und wie
oft die fehlenden Substanzen gegeben werden sollen.
Die AK kann hier helfen: Hat z.B. ein Patient von der insgesamt als äußerst
positiv zu beurteilenden Substanz Zink derzeit eher zuviel zur
Verfügung, so würde ein starker Testmuskel durch die orale Gabe von etwas
Zink schwach werden. Die durch Zink erzielte Schwäche könnte dann z.B. durch
Kupfer, aber auch Eisen ausgeglichen werden. Vor allem bei sehr
empfindlichen Patienten ist es so möglich, die Therapie durchaus sogar jede
Woche der veränderten Reaktionslage des Patienten anzupassen.
- Spürbare Zusammenhänge zwischen
Schmerzzuständen, anscheinend
orthopädischen Beschwerden und orthomolekularen Heilmitteln
Eine der faszinierendsten Möglichkeiten der AK ist
die Verwendung orthomolekularer Reinsubstanzen bei Schmerzsyndromen. Es hat
sich nämlich gezeigt, dass in den meisten Fällen akut oder chronisch
schmerzhafte Muskeln im AK-Test sofort mit einer Stärkung und weitgehenden
Schmerzfreiheit reagieren, wenn eine der vom Körper am dringendsten
benötigten Substanzen auf die Zunge gegeben wird. Der Körper scheint
regelrecht zu erkennen, was ihm fehlt, und scheint sich dann damit zu
"bedanken", dass die vorher häufig so schmerzhafte Anspannung des Muskels nun
schmerzfrei und ungehindert möglich ist. Die genauen Wirkmechanismen dieses
Vorgangs verstehen wir derzeit noch nicht; sicher wird die Forschung hierfür
eine rationale Erklärung liefern können. Das Phänomen erscheint geradezu
unglaublich, ist aber für den Patienten immer wieder äußerst eindrucksvoll
und bringt ihn dann natürlich dazu, die getesteten Substanzen brav und
regelmäßig zu nehmen. Dem Arzt und Untersucher zeigt die plötzliche
Schmerzfreiheit durch die Gabe der richtigen orthomolekularen Substanz(en),
wo "der Hase im Pfeffer liegt".
Häufig lassen sich so viele oft lange Zeit nicht erfolgreich behandelbare
Schmerzsyndrome und sogar wirkliche rheumatische Erkrankungen erfolgreich
behandeln.
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AK in der Manuellen Medizin
Die AK hat viele Techniken aus der Chiropraktik und
der Osteopathie integriert und ist dadurch besonders auch für die Manuelle
Medizin wichtig.
Da sich durch den Muskeltest viele Faktoren untersuchen lassen, die
ursächlich für muskuläre und damit strukturelle Dysbalancen sind, kann die
AK gerade auch bei anscheinend therapieresistenten orthopädischen Problemen
erfolgreich eingesetzt werden. AK hilft
a) die zu behandelnde(n) Stelle(n) zu finden
b) die Art und Weise der Korrektur zu bestimmen
c) zu untersuchen, ob die Korrektur effektiv war
d) herauszufinden, ob die Korrektur "hält", d.h. von Dauer ist.
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AK in der Zahnmedizin und
Kieferorthopädie
Wie keine andere Methode kann die AK bei den drei
wichtigsten Problembereichen dieser Fachgebiete helfen:
- Das Materialproblem
Eventuell störende Materialien wie Amalgam, Gold- und Stahllegierungen sowie
andere dentale Werkstoffe und ihre Auswirkungen auf den Rest des Körpers
können untersucht werden.
- Das Herdproblem
Verdächtige ("störende") Zähne, aber auch Kieferbereiche ohne Zähne können
leicht identifiziert und auf ihre "Wertigkeit" für den Gesamtorganismus
untersucht werden.
- Kiefergelenksstörungen
("Craniomandibuläre Dysfunktion")
Mechanische Störungen durch falsche Unterkieferposition, blockierende
kieferorthopädische Apparate und Fehlkontakte einzelner Zähne sind häufig
das entscheidende Hindernis zur Heilung bei Tinnitus, Schwindel und anderen
Innenohrstörungen, Kopfschmerzen (v.a. auch bei Kindern), Legasthenie,
Hyperaktivität, chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat und vielen anderen
Problemen.
Die AK-Untersuchung kann die Zusammenhänge aufdecken und dabei helfen, die
notwendigen Korrekturen optimal durchzuführen.
Achtung:
Das Ergebnis
des Muskeltests ist nicht ausreichend für eine ordnungsgemäße Diagnose;
vielmehr sind hierzu auch möglichst viele andere klinische Verfahren
heranzuziehen. Obwohl Goodheart selbst dies von Beginn an immer wieder
erwähnt hat und auch heute noch seine Befunde mit klassischen klinischen
Untersuchungsverfahren belegt, gibt es leider viele Nachahmer, speziell aus
der sogenannten 'Touch for Health'-Bewegung, die dies nicht machen wollen oder
können.
So wird insbesondere häufig das Ergebnis des Muskeltests direkt mit der
Organfunktion korreliert. (Beispiel: Schwacher Teres Minor 'Störung der
Schilddrüse).
Wer ausschließlich so arbeitet, hat die
AK in Wirklichkeit nicht verstanden und wendet sie eindeutig nicht gemäß den
von ICAK (International College of
Applied Kinesiology) aufgestellten Kriterien an.
Patientenbeispiele
a. Bei einer Patientin mit einem Schulter-Arm- Syndrom rechts ist der
M. deltoideus schwach und schmerzhaft, wird allerdings sofort stark und
schmerzfrei, wenn die Patientin die Dornfortsätze der mittleren
Halswirbelsäule berührt (Positive TL!). Therapeutisch wird deshalb nach
entsprechender weiterer Untersuchung die Halswirbelsäule in dem berührten
Bereich manualtherapeutisch behandelt; nach erfolgreicher Therapie ist der
Deltoideus schmerzfrei, stark, und die Schmerzen im Schulter-Arm- Bereich
verschwinden völlig nach zwei weiteren Behandlungen.
b. Eine Mutter kommt mit ihrem 9jährigen Sohn
in die Praxis mit der Diagnose Hyperaktivität. Bei der Untersuchung des
Jungen stellt sich heraus, dass mehrere starke Testmuskeln jeweils total
schwach werden, wenn er irgendein Kuhmilchprodukt in den Mund nimmt.
Diagnose: Unverträglichkeit von Kuhmilchprodukten, die deshalb ab sofort
streng zu meiden sind. Innerhalb kurzer Zeit auffällige Normalisierung des
Verhaltens. Interessant an diesem Fall ist, dass vorher durchgeführte
schulmedizinische Allergietests keinerlei Befunde erbrachten!
c. Eine 42jährige Patientin kommt mit
folgenden Beschwerden: Chronische Verspannungen im Schulter/Nackenbereich,
Durchfälle wechselnd mit Verstopfung, bei der schulmedizinischen
Untersuchung sei nichts gefunden worden. Aufgrund der weiteren
Krankengeschichte und der AK-Untersuchung wird folgender Test ausgeführt:
Man lässt die Patientin an das denken, was sie am meisten belastet, ohne
dass
sie darüber spricht. Hierdurch werden alle starken Testmuskeln schwach
(positiver emotionaler Challenge!). Die Schlussfolgerung ist eindeutig,
allerdings will die Patientin nicht über ihre Probleme sprechen. Sie erhält
deshalb eine Kurzbeschreibung der Bachblüten, um die ihrer Meinung nach
passenden in einer Vorauswahl zu bestimmen. Jeweils ein Fläschchen der so
gefundenen Blüten wird dann der Patientin in die Hand gegeben. Von den in
der Vorauswahl gefundenen 9 Fläschchen führen 4 zu dem Ergebnis, dass trotz
Denken an das Problem alle Muskeln stark bleiben. Diese 4 Bachblüten werden
als Mischung verordnet. Drei Tage später ruft die Patientin an, dass es ihr
deutlich besser ginge und fragt, ob es noch andere Methoden gäbe, um positiv
auf die Zusammenhänge zwischen Geist und Körper einzuwirken. Eine deshalb
anschließende Feldenkrais-Therapie bringt dann nach einigen Wochen völlige
Beschwerdefreiheit.
d. Eine Patientin mit rezidivierenden
Infekten und chronischen Schmerzen im Arm-Schulterbereich links kommt zur
erstmaligen Untersuchung. Extrem schwach werden gefunden: M. deltoideus und
Serratus anterior. Beide reagieren mit sofortiger Schmerzfreiheit und
Stärkung auf die orale Gabe von etwas Vitamin C. Nachdem der Mund ausgespült
ist, wird nun noch ein immunstimulierendes Mittel (in diesem Fall Pascotox
®) gefunden, das ebenfalls beide Muskeln sofort stärkt. Eine entsprechende,
über mehrere Wochen durchgeführte Therapie bringt innerhalb von drei Wochen
völlige Beschwerdefreiheit, obwohl vorher monatelang orthopädisch und
krankengymnastisch ohne Erfolg therapiert worden war und auch die Infekte
mit den verschiedensten Mitteln bekämpft worden waren.
e. Ein junger Mann hat seit Jahren Schmerzen
im Bereich Schulter und Schulterblatt rechts; angeblich "psychosomatisch".
Die AK-Untersuchung zeigt, dass eine Störung im linken oberen Trapeziusmuskel
den rechten oberen Trapeziusmuskel schwächt, aber nur unmittelbar nach
Kontraktion des linken Trapezius ("Reaktiver Muskel"). Hierdurch wiederum
wird der rechte Levator Scapulae, ein Synergist ("Helfer ") des oberen
Trapezius, in spezifischer Weise irritiert ("Strain-Counter-Strain"). Durch
die so verursachte Schwäche zweier Muskeln oberhalb des Schulterblattes kam
es zu einer Über-Kontraktion der Muskeln unterhalb des Schulterblattes und
der vorderen Brustmuskulatur rechts ("Muscle Stretch Reaction"). Alle diese
Störungen können in einer Behandlung erkannt und therapiert werden, wodurch
das chronische Beschwerdebild vollständig verschwindet.
f. Eine junge Frau mit ständig
wiederkehrenden Harnwegsinfekten zeigt eine positive TL an zwei
Schneidezähnen, die energetisch mit Niere / Blase zusammenhängen. Die
weitere zahnärztliche Untersuchung zeigt einen Eiterherd an einem Zahn, eine
Wurzelfüllung mit Amalgam am anderen. Nach Extraktion und chirurgischer
Sanierung des wurzelgefüllten Zahns geht es bereits deutlich besser. Nach
Entfernung der übrigen Amalgamfüllungen und entsprechender Ausleitung
erfolgt die kieferchirurgische Sanierung des eitrigen Frontzahnes. Danach
völlige Beschwerdefreiheit!
g. Ein 12jähriges Mädchen mit relativ gut
kompensierter Legasthenie wird plötzlich in der Schule schlechter und klagt
zunehmend über diffuse Kopfschmerzen. Bei genauer Nachfrage ergibt sich,
dass
kurz vorher eine kieferorthopädische Behandlung ("Mulitband") begonnen
wurde. Im AK-Test werden durch festen Biss - also einen mechanischen
Challenge - mehrere starke Testmuskeln schwach. Die Schwäche lässt sich durch
keinerlei andere Maßnahme, wie Einlegen von Papierstreifen oder
Watteröllchen, beheben. Deshalb wird der Familie die vollständige Entfernung
empfohlen. Danach gibt das Mädchen innerhalb von Stunden an, sich "frei zu
fühlen"; die Kopfschmerzen sind verschwunden. Die weitere Versorgung erfolgt
in diesem Fall durch einen ebenfalls mit AK-Testung optimierten
kieferorthopädischen Apparat nach Prof. Balters ("Bionator").
Interessanterweise bessern sich hierdurch die schulischen Leistungen so
deutlich, dass nach einigen Wochen die Lehrer bei der Familie anfragen!
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